Mostviertel
Seen, Kalkberge und Birnbäume in Niederösterreich.

Das Mostviertel heißt nach dem Birnenmost, den man hier seit Jahrhunderten keltert, und das sagt schon viel: Es ist ein Landstrich, der sich nach etwas benennt, das langsam reift.
Im Süden, wo die Ybbstaler Alpen beginnen, liegt Lunz am See — ein Dorf um einen kalten, klaren See, der im Winter zufriert und im Sommer selten wärmer als achtzehn Grad wird. Die Berge dahinter sind Kalk: Ötscher, Dürrenstein, mit Urwald, der seit der letzten Eiszeit nicht geschlagen wurde.
Das Mostviertel hat kein Skigebiet mit Namen, keine Seilbahn, die man kennt. Das ist kein Mangel. Es ist der Grund, warum Wiener herkommen, die den Semmering hinter sich gelassen haben.
Eineinhalb Stunden von Wien, und man ist an einem Ort, an dem nichts auf Durchreise ist.
Lunz ist einer dieser Orte, an denen man am zweiten Tag merkt, dass man das Telefon nicht vermisst. Das Refugium Lunz am Kirchenplatz macht das leicht: gute Küche, Zimmer mit eigener Sauna, und der See fünf Minuten zu Fuß. Wir mögen, dass es ein Haus im Dorf ist und kein Resort daneben. Kommt im Juni oder September zum Baden und Wandern — oder im Januar, wenn der See zugefroren ist und das Dorf nur noch sich selbst gehört.



