Transsilvanien
Wälder, Bären und Gutshöfe in den Karpaten.

Transsilvanien ist das Land hinter dem Wald — so heißt es wörtlich —, und die Karpaten machen den Namen ernst: Buchen- und Tannenwälder, in denen mehr Bären leben als im Rest Europas zusammen, Wiesen, die im Juni gemäht werden wie vor hundert Jahren, und Dörfer mit Kirchenburgen, die die Siebenbürger Sachsen hinterlassen haben.
Das Szeklerland im Osten ist ungarischsprachig, katholisch, eigensinnig. Hier liegt Zăbala, ein Dorf am Rand der Berge, und darin das Gut der Familie Mikes: seit sechshundert Jahren in Familienbesitz, enteignet, zurückgegeben, wieder bewohnt. Ein Schlosspark, Wälder, ein Jagdhaus, in dem man abends auf Bären wartet.
Rumänien hat das Bild vom Dracula-Land nicht abgeschüttelt und muss es auch nicht. Wer herkommt, findet ein Europa, das es im Westen seit 1950 nicht mehr gibt.
Transsilvanien ist die letzte Landschaft des Kontinents, die man noch entdecken kann.
Wir empfehlen Transsilvanien Leuten, die eine Woche ohne Programm wollen und dafür einen Ort, an dem jeder Tag etwas anderes bringt. Zabola Estate ist ein bewohntes Gut, kein Hotel im üblichen Sinn: man schläft im Neuen Schloss, im Maschinenhaus oder im Gartenhaus, reitet morgens, isst abends, was der Garten hergibt, und sitzt danach im Versteck am Waldrand. Die Familie ist da. Das macht den Unterschied. Kommt im Juni zur Heumahd oder im September, wenn die Wälder bunt sind und die Bären satt.




