Istrien
Wein, Öl und Steinhäuser zwischen zwei Meeren.

Istrien ist die Halbinsel, die drei Länder wollten und Kroatien bekam. Man merkt es: Die Dörfer im Inneren heißen auf Italienisch und Kroatisch, in den Konobas gibt es Pasta mit Trüffel, und der Wein — Malvazija, Teran — schmeckt nach beidem.
Die Küste ist venezianisch: Rovinj, das auf einem Hügel ins Meer ragt wie ein Bild von Canaletto; Poreč mit seiner byzantinischen Basilika. Das Landesinnere ist toskanisch, ohne die Toskana zu kopieren: Hügeldörfer wie Motovun und Grožnjan, Eichenwälder mit weißem Trüffel, Olivenhaine, deren Öl zu den besten der Welt zählt.
Bei Bale, im Süden, hat sich das Weingut Meneghetti aus Stein und Zeit entwickelt: erst der Wein, dann das Haus. Es ist der Ort, an dem man Istrien versteht.
Istrien ist Italien mit kroatischen Preisen — und eigenem Charakter.
Wir schicken Leute nach Istrien, die Wein und Öl ernst nehmen und dafür keine große Stadt brauchen. Meneghetti bei Bale ist das Haus: Steinhäuser um einen Hof, zwölf Hektar Reben, eigenes Öl, eine Küche, die kocht, was zweihundert Meter weiter wächst. Kein Zukauf im Keller. Das ist die Entscheidung, die alles andere erklärt. Kommt im Oktober zur Trüffelzeit. Fahrt nach Motovun am Morgen, nach Rovinj am Abend, und lasst Pula aus.




